Marte Meo

Marte Meo ist ein Video-Be­ratungs-Kon­zept und ver­steht sich als res­sourcen­orientiertes Programm zur Ent­wicklungs­unter­stützung und zur Ver­besserung der zwischen­mensch­lichen Inter­aktion und Kommuni­kation.

In diesem Sinn werden Menschen ein­ge­laden, die eigenen Stärken zu er­kennen und die­sen zu ver­trauen.

Die Video­aufnahmen helfen den Beteiligten ihre Wahr­nehmung zu trainieren und einen differen­zierten Blick zu entwickeln, den sie brauchen, um die vielen kleinen Möglichkeiten im Alltag zu erkennen, wo sie Entwicklung wirksam unter­stützen können.

Statt sich wie üblich auf Schwierigkeiten und daraus resultierende die Probleme zu konzentrieren, wird der Blick bei Marte Meo auf Möglichkeiten zur Entwicklungsunterstützung gelenkt – es wird die Botschaft hinter einem „auffälligen Verhalten “ gelesen. Durch die kleinen Momentaufnahmen mit der Videokamera werden Menschen gezielt diejenigen entwicklungsförderlichen Handlungsweisen sichtbar und bewusst gemacht, welche für die Reaktivierung und Förderung von individueller Entwicklung notwendig sind, um eine gute Dynamik in Gang zu setzen.

„Probleme sehen kann jeder, die sind groß genug. Aber Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen, dass ist nicht so einfach.“

(Maria Aarts)

Quelle: https://www.marte-meo-berlin-brandenburg.de/marte-meo/information

THOP – Eltern – Kind – Training für Kinder mit ADS / ADHS

Das Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten = THOP (nach Döpfner / Schürmann / Frölich)
Zielgruppe:

  • Hyperkinetische Störungen oder Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen
  • Oppositionelle Verhaltensstörungen vor allem gegenüber Erwachsenen (Eltern, Erzieher, Lehrer)
  • Kombination aus hyperkinetischen und oppositionellen Verhaltensweisen

THOP ist ein flexibles System aus verschiedenen Therapiebausteinen, die entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse des Kindes, seiner Familie, des Kindergartens oder der Schule miteinander kombiniert werden können.

THOP besteht aus zwei Teilen:

 

  1. Diagnostikteil:
  • Befunderhebung: Es werden die für die individuelle Anpassung des Programms notwendigen Informationen erhoben. (Anamnese, Problemdefinition, Beziehungsaufbau zu Eltern und Kind)
  • Verlaufskontrolle: Eine regelmäßige Verlaufskontrolle der Behandlung dient der Überprüfung von Veränderungen in Familie, Kita oder Schule.
  1. Therapieteil:
  • Zusammensetzung je nach Ansatzpunkt aus kind-, familien- und kindergarten- oder schulzentrierten Intervention
  • Kindzentrierte und familienzentrierte Interventionen sind eng aufeinander bezogen und zum Eltern – Kind – Programm zusammengefasst
  • Eltern – Kind – Programm ist Schwerpunkt des gesamten Therapieprogramms

THOP - Das Eltern- Kind- Programm

Interventionsformen

Das Eltern- Kind- Programm besteht aus Behandlungsbausteinen, in denen zwei
Interventionsformen verknüpft sind:

  1. Familienzentrierte Interventionen
  2. Kindzentrierte Interventionen

Die kindzentrierten und familienzentrierten Interventionen eines jeden Therapiebausteins sind aufeinander bezogen und werden miteinander kombiniert.

Quelle: Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) Materialien für die klinische Praxis Manfred Döpfner, Stephanie Schürmann, Jan Frölich

Therapiebausteine
  1. Problemdefinition, Entwicklung eines Störungskonzeptes und Behandlungsplanung
  2. Förderung positiver Eltern- Kind- Interaktionen und Eltern- Kind – Beziehungen
  3. Pädagogisch- therapeutische Interventionen zur Verminderung von impulsivem und oppositionellem Verhalten
  4. Spezielle operante Methoden (Verstärkungsprogramme, Auszeit ect.)
  5. Interventionen bei spezifischen Verhaltensproblemen
  6. Stabilisierung der Effekte
  7. Ergänzende kindzentrierte Interventionen